Wie fremd ist „Das fremde Kind“?

Lesung von Auszügen aus E.T.A. Hoffmanns Kunstmärchen im Dialog mit eigenen Texten von Nora Gomringer Vom lieben und vom wilden Walde: „Das fremde Kind“

Hans Günter Ludwig: Das fremde Kind, 2025, (Ausschnitt) Staatsbibliothek Bamberg, (Foto: Gerald Raab)

In einer Abendveranstaltung im Rahmen der Tagung „Wie fremd ist „Das fremde Kind“? – E.T.A. Hoffmanns Märchen neu gelesen“ wird sich die vielfach ausgezeichnete Autorin Nora Gomringer dem Märchen widmen und Texte ihres eigenen Werks in Kontrast oder verstärkendem Einklang vorstellen.
Eine vergnügliche Stunde, die den Versuch des Zwiegesprächs mit einem lang wirksamen Text unternimmt.

Nora Gomringer ist Lyrikerin, Filmemacherin und schreibt und spricht für Radio, Fernsehen und Feuilleton. Sie ist mit zahlreichen Literaturpreisen (u.a. dem Ingeborg-Bachmann-Preis) ausgezeichnet worden.

29. Oktober 2026, 19 Uhr, um Anmeldung wird gebeten

Staatsbibliothek zu Berlin
Wilhelm-von-Humboldt-Saal 
Haus Unter den Linden 8, 10117 Berlin

Vereinskarte Nr. 22


Die Vereinskarte Nr. 22 des Vereins für die Schwarze Kunst wurde in Berlin gesetzt und gedruckt mit Schriften von Anne König, dem Mitglied des Berliner Bibliophilen Abend Erik Spiekermann und Heike Schnotale.

4 p AG | 6 p Walbaum | 7 p AG halbfett | 8 p AG | 9 p Candida kursiv | 10 p Garamond
11 p englischer Bestand | 12 p Block | 14 p AG halbfett | 16 p Potsdam
20 p Solemnis Uniziale | 24 p Reporter | 28 p Bodoni halbfett | 36 p Fanfare | 48 p Reporter

Buchpräsentation der edition wasser im turm


Das 15. Heft der ABC-Reihe der edition wasser im turm wird am Samstag mit einer Zeichnen-Druck-Aktion gefeiert. Dabei entstehen wie immer zu dieser Gelegenheit zwei Originalgrafische Künstlerbücher von Petrus Akkorden und corn.elius.

17. Oktober 2026, 15 Uhr
Wasserturm Kreuzberg
Fidicinszt. 27, 10931 Berlin

Ein Blick in eine mögliche Zukunft

Im September gab es einen Flashmob auf dem Alex für die Zusammenlegung der Zentral- und Landesbibliothek Berlin Ost und West in einem Gebäude.

Auf einer großflächigen Fassadeninszenierung wird nun ein Eindruck vermittelt, welches Potenzial die ZLB als Kultur- und Begegnungsort für den Platz und für Berlin entfalten könnte. Bis Ende November zeigt die Fassade der Galeria Kaufhof das Innenleben einer zukünftigen ZLB am Alexanderplatz.
Die Fassadeninszenierung veranschaulicht, was die ZLB neben einem Warenhaus an diesen Ort mitbringt: Eine große Kinderbibliothek, Aufenthaltsflächen für Jugendliche, Kreativräume für Musik- und Videoproduktion, Makerspaces und einen offenen Zugang zu etwa 550.000 Medien und rund 2.000 Arbeitsplätze. An einem neuen, gut erreichbaren Zentralstandort am Alexanderplatz erwartet die ZLB täglich etwa 10.000 Besuchende.

Die Fassadeninszenierung beruht auf einem Rendering der Osloer Architekturbüros Atelier Oslo und lundhagem und ist ein gemeinsames Projekt von Kulturprojekte Berlin und der ZLB. Unterstützt wird das Projekt von einem breiten Bündnis aus Kultur, Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft, unter anderem der Commerz Real, dem Bezirksamt Mitte, der Investitionsbank Berlin sowie dem Deutschen Bibliotheksverband.

„Die ZLB wird den Alexanderplatz nachhaltig aufwerten. Besonders spannend ist die Perspektive im Zusammenspiel mit den weiteren Entwicklungen im Umfeld – vom Warenhaus bis zum künftigen Rathaus der Zukunft. In der Mitte Berlins muss ein starkes Ensemble öffentlicher und sozialer Orte entstehen“, kommentiert Stefanie Remlinger, Bezirksbürgermeisterin von Berlin-Mitte, die das Projekt unterstützt.

Kater Murr und Johannes Kreisler – Eine illustrierte Begegnung

© Steffen Faust, Kater Murr | © Stephan Klenner-Otto, Kapellmeister Kreisler
Zum 250. Geburtstag E.T.A. Hoffmanns steht sein berühmter Roman “Lebens-Ansichten des Katers Murr” im Mittelpunkt einer besonderen Künstler-Lesung, die in Kooperation der Staatsbibliothek zu Berlin, der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft und dem Berliner Bibliophilen Abend stattfindet.

Stephan Klenner-Otto illustriert die Welt des Kapellmeisters Kreisler, Steffen Faust die des Katers Murr. Lesung, Bilder, Live-Druck und -Zeichnung verbinden sich am 30. November – dem Todestag von Hoffmanns eigenem Kater Murr – zu einer ungewöhnlichen künstlerischen Beschäftigung.
Jörg Petzel führt in den Abend ein. Zum Abschluss wird das Gesehene selbst zum Kunstwerk: Steffen Faust zeichnet den Kater Murr, während Stephan Klenner-Otto den Kreisler druckt.

30. November 2026, 18 Uhr, Um Anmeldung wird gebeten

Staatsbibliothek zu Berlin
Theodor-Fontane-Saal
Unter den Linden 8, 10117 Berlin

artbook.berlin 2026

Der Berliner Bibliophilen Abend wird auch 2026, in diesem Jahr zum vierten Mal, auf der artbook.berlin mit einem Stand vertreten sein und Jahresgaben und weitere Ausreichungen für seine Mitglieder vorstellen, sowie eventuell noch vorhandene Einzelexemplare zum Verkauf anbieten.
Buchliebhaber, die sich auf der artbook.berlin für eine Mitgliedschaft beim BBA interessieren, werden dort nicht nur einen Mitgliedsantrag ausfüllen können, sondern können sich auch gleich vor Ort ihr Begrüßungsgeschenk mitnehmen.   

20. November 2026 - 18 bis 21 Uhr
21. November 2026 - 14 bis 20 Uhr
22. November 2026 - 11 bis 17 Uhr

Kunstquartier Bethanien am Mariannenplatz
Berlin/Kreuzberg

Zwischen Pfauen- und Schildkröteninsel

© Staatsbibliothek zu Berlin
Die Staatsbibliothek lädt herzlich zu einer musikalischen Lesung „Zwischen Pfauen- und Schildkröteninsel“ aus 1001 Nachtabwechslungsreichen Abend ein, der auf eine Reise in die Welt der arabischen Erzählungen mitnimmt.

Im Mittelpunkt steht eine arabische Originalhandschrift, die im 17. Jahrhundert in einer koptischen Buchwerkstatt in Ägypten illustriert wurde und Erzählungen aus dem Umfeld von „Tausendundeine Nacht“ enthält. Die Lesung selbst, Kurzvorträge und die Präsentation der Handschrift geben faszinierende Einblicke in die arabische Buch- und Erzählkultur.

Arabistin, Musikerin und Übersetzerin Claudia Ott, der Agrarökologe Marcel Robischon und Christoph Rauch, Leiter der Orientabteilung der Stabi, führen Sie mit ihren Beiträgen durch den Abend. Gemeinsam nehmen wir die von Claudia Ott übersetzten Erzählungen im Hinblick auf die Tier- und Pflanzenwelt der Inseln genauer unter die Lupe.

15. Oktober 2026, 18 Uhr, musikalische Umrahmung durch den Oudspieler Farhan Sabbagh, um Anmeldung wird gebeten

Staatsbibliothek zu Berlin
Wilhelm-von-Humboldt-Saal
Haus Unter den Linden 8 · 10117 Berlin

Großtauschtag für Miniaturbücher

Die nächste öffentliche Großtauschtag für Miniaturbücher des Freundeskreises Miniaturbuch Berlin findet wie gewohnt an einem Sonnabend Ende Oktober statt. Dazu sind alle Sammlerfreundinnen und -freunde, sowie alle am Miniaturbuch Interessierten eingeladen.
Die Tischgebühr beträgt für Verkäufer 10 Euro.

Zuvor trifft sich der Freundeskreis an diesem Donnerstag am selben Ort zu seinem monatlichen öffentlichen Stammtisch, wozu ebenfalls interessierte Gäste eingeladen sind.

Stammtisch: 8. Oktober 2026, 17.00 Uhr
Tauschbörse: 24. Oktober 2025, 10 -12 Uhr

Kunst- und Kultu​rcafè Marzahn
(MuseumsGut Marzahn)
Alt Marzahn 23, 12685 Berlin

Buchsalon #12: Günter Karl Bose

In der Veranstaltungsreihe der Kunstbibliothek „Buchsalon | Bühne frei für das Buch!“ dreht sich alles um das Buch. Maren Wienigk, Kuratorin der Sammlung Architektur und Ornament, und Michael Lailach, Kurator der Sammlung Buchkunst, sprechen mit ihren Gästen über neue und alte Bücher.
Günter Karl Bose, Katze Minou, 2025 © Lu Bose
Zwölfter Gast: Günter Karl Bose ist Gestalter, Autor und Sammler. Von 1980 bis 1995 war er Verleger in Berlin (Brinkmann & Bose), von 1993 bis 2018 Professor für Typografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig und leitete dort das 1955 gegründete Institut für Buchkunst. Er ist Autor zahlreicher Veröffentlichung zur Geschichte der Literatur und der Medien. Wir sprechen mit ihm über seine Zeit als Hochschullehrer, über besondere Buchpojekte der Studierenden und das Institut für Buchkunst.

15. Oktober 2026, 20 Uhr
Staatliche Museen zu Berlin, Kulturforum
Matthäikirchplatz 6, 10785 Berlin

Bertolt Brecht, „Gesammelte Werke“ in 8 Bänden

Die erste Werkausgabe von Bertolt Brecht erschien bei Malik in London und war als vierbändige Ausgabe in Groß-Oktav vorgesehen. Die ersten beiden Bände lagen 1938 in zweitausend Exemplaren vor, gedruckt bei Heinrich Mercy in Prag. Band 1 enthält auf 334 Seiten „Die Dreigroschenoper“, „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonnyׅ“, „Mann ist Mann“ und „Die heilige Johanna der Schlachthöfe“, ursprünglich in Englischer Broschur mit Schutzumschlag, gemeinsam mit Band 2 (397 Seiten) in Leinen gebunden.
Diese vierbändige Ausgabe war eine der letzten Unternehmungen des Malik-Verlags im Exil. Die Bände 3 und 4 sind nicht mehr erschienen, sie waren in Prag im Druck und zum Teil sogar schon beim Buchbinder, als sie den in das Sudetengebiet einmarschierenden Hitlertruppen in die Hände fielen und vernichtet wurden.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in beiden deutschen Staaten diverse Brecht-Ausgaben in Angriff genommen.
Suhrkamp brachte die Werke Brechts zwischen 1952 – 1976 als 40bändige Taschenbuch-ausgabe heraus, 1967 als „Gesammelte Werke“ in 8 Bänden im Format gr. 8° als Dünndruckausgabe mit Lesebändchen, Leinen mit SchU im Schuber, der Satz in Linotype Garamond-Antiqua, Druck Friedrich Pister, Regensburg, Papier: Schoeller & Hoesch, Gernsbach.


Diese „Gesammelte Werke in 8 Bänden“ die als Sonderdruck am 10. Februar 1968 aus Anlass des 70. Geburtstages von Bertolt Brecht im Modernen Buch-Club in Darmstadt in identischer Dünndruck-Ausgabe erschienen, wurden diesmal als Bibliophiles des Monats gewählt, sie enthalten in Anlehnung an die von Wieland Herzfelde gestalteten Ausgabe von 1938 in Leinen gebunden auf ca. 13.000 Seiten im Unterschied zur 1967ger Auflage keine Lesebändchen oder SchU, die Auflagenhöhe ist nicht dokumentiert.
Der Moderne Buch-Club Darmstadt (MBC) wurde 1958 als Ableger der 1924 etablierten Deutschen Buch-Gemeinschaft (DBG) gegründet, in den 1970ger Jahren wurden er wieder in die DBG eingegliedert. Er stellte ein bedeutendes Beispiel für Nachkriegs-Buchgemeinschaften dar, die durch Mitgliederbindung, Spezialprogramme und eigene Publikationen den literarischen Zugang für ein breites Publikum förderten, insbesondere für kritische Leser und Liebhaber avantgardistischer Literatur.

Als derzeit gültige Ausgabe des Gesamtwerks Bertolt Brechts gilt, das sei angemerkt, übrigens die „Große kommentierte Berliner und Frankfurter Ausgabe. 30 Bände in 32 Teilen und Registerband.“