Das Ernst-und-Waltraut-Engelberg-Archiv

Ernst Engelberg, Waltraut Engelberg, © Privat

Achim Engelberg, Herausgeber und Co-Autor von Ernst Engelberg, dessen Nachlass gemeinsdam mit dem von Waltraut Engelberg ein bedeutendes Zeugnis von Flucht-, Vertreibungs- und Exilgeschichten ist, stellt in einer Veranstaltung der Staatsbibliothek zu Berlin das im Aufbau befindliche Archiv mit vielen bislang unerschlossenen Bereichen erstmals der Öffentlichkeit vor und spricht mit Jenny Erpenbeck und John Erpenbeck über den Umgang mit Exilgeschichten und Erfahrungen in der DDR.

Akademie Verlag, Berlin1986
Das Leben des Historikers Ernst Engelberg spannt sich über sechs deutsche Staatsformen und zwei Exile: Kaiserreich, Weimarer Republik, Nazidiktatur, Schweiz, Türkei sowie das besetzte, das doppelte und neu vereinte Deutschland. Seine Bismarck-Biografie blieb sein einzige Geschichtswerk, das zeitgleich in großen Verlagen in Ost und West erschien.


Jenny Erpenbeck, deren Werk in über 30 Sprachen übersetzt wurde, ist bisher die einzige deutschsprachige Autorin, die den International Booker Prize erhielt. Ihr Vater, John Erpenbeck, Physiker, Philosoph und Romancier, wurde im sowjetischen Exil geboren.

24. April 2026, 19 Uhr, um Anmeldung wird gebeten

Staatsbibliothek zu Berlin
Wilhelm-von-Humboldt-Saal der 
Haus Unter den Linden 8 · 10117 Berlin

Tag der Provenienzforschung 2026

Provenienz [pʁoveˈni̯ɛnt͡s], von lateinisch ‚provenire‘, zu Deutsch: ‚herkommen‘, bezeichnet die Herkunft einer Person oder Sache. Durch Merkmale an den Objekten wird versucht, die Vorbesitzer*innen zu bestimmen: Solche Provenienzmerkmale können z.B. Stempel, Etiketten, Exlibris oder auch handschriftliche Notizen sein. In öffentlichen Einrichtungen hat Provenienzforschung das vorrangige Ziel, Objekte aus Unrechtskontexten in den Beständen zu identifizieren, die Vorbesitzer zu ermitteln und die Objekte nach Möglichkeit an heute noch lebende erbberechtigte Personen oder Rechtsnachfolger zurückzugeben.
Am 8. April 2026 findet zum achten Mal der Internationale Tag der Provenienzforschung statt. Viele Kultureinrichtungen in Berlin arbeiten seit geraumer Zeit daran, die Herkunft ihrer Bestände zu erforschen bzw. ihre Sammlungen nach Objekten aus Unrechtskontexten zu durchsuchen. Der 2019 vom Arbeitskreis Provenienzforschung e.V. ins Leben gerufene Aktionstag rückt diese Arbeit in den Fokus der Öffentlichkeit.
Die Akademie der Künste, das Deutsche Historische Museum, das Ethnologische Museum, das Jüdische Museum Berlin, die Staatsbibliothek zu Berlin, die Stiftung Stadtmuseum Berlin, die Stiftung Topographie des Terrors, das Zentralarchiv der Staatlichen Museen zu Berlin und die Zentral- und Landesbibliothek Berlin präsentieren ein gemeinsames Programm.

Save the Date: Rare Book Week Berlin

Vom 14. bis 20. September 2026 steht Berlin ganz im Zeichen des Antiquariats. Zusammen mit Bibliotheken, Institutionen, Museen und Sammlungen feiern die internationalen Antiquare die Rare Book Week, ein Fest des Buches. Zahlreiche Lesungen, Ausstellungen, Führungen und Vorträge begleiten dieses einmalige Event. 

Im Mittelpunkt steht der ILAB-Kongress, ein Fachsymposium zu allen wichtigen, die Buchwelt bewegenden Themen folgt.
Schließlich mündet die Rare Book Week in der Antiquariatsmesse Rare Books Berlin im Kronprinzenpalais Unter den Linden.

BuchKunstPotsdam zum Welttag des Buches (23. April)

Künstlerbücher sind von Künstlerinnen erdachte und gemachte Kunstwerke. Sie sprechen unsere Sinne und gesellschaftliche Themen an. Von kleinen Heften bis zu opulenten Werken ist alles vertreten.
Die Entscheidungen zu Form- und Farbgebung, Papierqualitäten, Typografie und künstlerischer Gestaltung beziehen sich auf die verhandelten Inhalte und bezeugen eine seltene Intensität der Auseinandersetzung mit Texten und Materialien.
Die Techniken sind vielfältig: Originale Malerei, Zeichnung, Bleisatz und Handschrift, alle Formen der künstlerischen Druckgrafik, Fotografie und Digitaldruck. Thematisch reicht die Spannbreite von Lyrik bis zu aktueller Wissenschaftsliteratur.

Am 25. April 2026 lädt dann die 4. Ausstellung BuchKunstPotsdam zum Betrachten besonderer Text- und Bildkombinationen ein Brandenburger Künstler ein. Die ausgestellten Werke sind direkt vor Ort zu erwerben. Folgende Teilnehmer stellen sich Gesprächen über Kunst, Buchgestaltung, Literatur und gesellschaftliche Beobachtungen:

Christiane Wartenberg, Letschin 
Herzattacke, Potsdam 
Rudolf Sittner, Cottbus 
Constanze Kreiser, Brandenburg 
Tina Flau, Potsdam 
Edition Sand, Brandenburg 
Steffen Thiemann, Brüssow 
Jana Wilsky, Potsdam 
Jeanette Goldmann, Brandenburg 
Mike Bruchner, Potsdam 
Julia und Rainer Ehrt, Kleinmachnow 
Karla Sachse, Herzfelde 
Siegfried Gwosdz, Schwielowsee 
Matthias Gubig, Blankenfelde 

Ab dem 1. April 2026: Künstlerbücher aus der Sammlung der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam

24. April 2026 16 - 17 Uhr: Lesung mit den Bücherkindern Brandenburg
Die Bücherkinder Brandenburg stellen mit ihrem Mentor, dem Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft Armin Schubert, verschiedene Bücher der letzten Jahre vor. Sie beschreiben uns ihre Inspirationen. Beispielhaft zeigt der Film „Ensikat unter der Lupe" den Entstehungsprozess ihrer Werke.
24. April 2026 18 - 19:30 Uhr: Lesung von Lyrik und Prosa aus der Herzattacke Die Literatur- und Kunstzeitschrift HERZATTACKE präsentiert sich in ihrem 38. Jahrgang mit Texten der drei langjährigen Autoren Andreas Altmann, Eberhard Häfner und Ina Strelow

Künstlerbuchmesse: 25. April 2026, 11 Uhr, 

Stadt- und Landesbibliothek Potsdam
Am Kanal 47, Potsdam

Verschwundene Verlage

Die Staatsbibliothek zu Berlin bot interessierten Zuhörern, darunter auch Pirckheimer und Mitglieder des Berliner Bibliophilen Abend, gestern in einer restlos ausgebuchten Buchvorstellung ein Podiumsgespräch mit Christoph Links zu dessen Titel "Verschwundene Verlage. Ein unbekanntes Kapitel ostdeutscher Kulturgeschichte (1945 – 1990)“.
Dr. Christoph Links, Fotos © ad
Vorgestellt wurden durch Christoph Links, eingeleitet durch Achim Bonte, Generaldirektor der Staatsbibliothek, und moderiert von Jana Fröbel, Leitende Lektorin des Ch. Links Verlag, beispielhaft 10 der insgesamt 150 in der SBZ und der DDR bis 1972 verschwundenen privat geführten Verlage, darunter der Chery-Modeverlag, der Karl Baedeker Reisebuch-Verlag, die Büchergilde Gutenberg, der Petermänken-Verlag oder der Ossietzky Verlag, wobei der der Autor interessante, teils tragische, teils skurrile Anekdoten und Hintergrundinformationen zum besten gab. Objektiv und ohne dabei die Erfolge der Verlagsarbeit in der DDR klein zu reden, bot Christoph Links einen Einblick in die Kulturpolitik der SED, ihre ideologisch determinierten desaströsen wie positiven Aspekte, was sicher auch bestehenden Vorurteile ausräumt.
Der Klarinettist Jan Hermerschmidt begleitet den Abend mit Schlagermelodien des verschwundenen Musikverlages Kurt Grabau.

Christoph Links: Verschwundene Verlage
Ch. Links Verlag 2026
ISBN 978-3-96289-241-8
35,00 €

Gestern auf der Leipziger Buchmesse

Gestern berichtete der Drucker von Conrad Felixmüller, Hans-Jürgen Wilke, auf der 32. Antiquariatsmesse in Leipzig über seine Zusammenarbeit mit dem Künstler in den 1970er Jahren und darüber, wie das heutige Mitglied des Berliner Bibliophilen Abend und der Pirckheimer-Gesellschaft seinerzeit dadurch zum Sammeln angeregt wurde.
Ursula Saile-Haedicke vom Versandantiquariat Tills Bücherwege in Braunschweig war dabei und fotografierte.
Jürgen Wilke bei seinem Vortrag, Fotos © Ursula Saile-Haedicke

Die bibliophile Sammlung Kurt Jung-Alsen

In der Akademie der Künste findet anlässlich seines bevorstehenden 50. Todestages eine Themenführung „Expressionismus, Dada, Bauhaus“ mit Präsentation von ausgewählten, teils mit Widmungen versehenen, Büchern aus der bibliophile Sammlung Kurt Jung-Alsens in der Bibliothek und den Bibliotheksmagazinen am Pariser Platz statt, wozu auch der Berliner Bibliophilen Abend einlädt. Gezeigt werden legendäre Zeitschriften des Expressionismus, zentrale Werke des Dadaismus und Bauhaus-Publikationen.
Der Pirckheimer Kurt Jung-Alsen (1915–1976) wirkte als Schauspieler, Theaterregisseur und Intendant. Seit den 1950er Jahren drehte er Filme, darunter zahlreiche Literaturadaptionen, für das Fernsehen und Kino der DDR. Parallel baute Jung-Alsen als Kunstkenner und herausragender Bibliophiler eine Graphiksammlung und eine erlesene Bibliothek zur Literatur und Kunst im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts auf. 1975 gelang es der Akademie der Künste der DDR, die Bibliothek von Kurt Jung-Alsen zu erwerben.

10. April 2026, 16 Uhr
Bibliothek der Akademie der Künste
Pariser Platz 7, 10963 Berlin

Tag der Druckkunst in Brandenburg an der Havel

Zum Tag der Druckkunst zog es Freunde der Schwarzen Kunst unter anderem in den Brandenburger Druckladen Gutenberg der Kinder und Jugend- Kunst- Galerie "Sonnensegel" zur öffentlichen Druckvorführung.
Sven Märkisch mit dem frisch aus der Presse kommenden 5. Brandenburger Bilderbogen
Sven Märkisch druckte des 5. Brandenburger Bilderbogen, der, diesmal unter dem Motto „voyage voyage“, wie immer in einer einmaligen Auflage von 100 Exemplaren gedruckt, zweifarbige Linolschnitte in Postkartengröße von 16 Künstlern vereint.
in der Ausstellung „Roter Faden“, Foto: Nora Doering
Während der Druckvorführung öffnete Matthias Frohl die Türen der „Sonnensegel“-Galerie am Gotthardtkirchplatz, so dass auch die Möglichkeit bestand, kostenfrei die laufende Ausstellung „Roter Faden“ mit Malerei und Graphik der Dresdener Künstlerin Angela Hampel zu besuchen, die nur noch bis zum 23. März zu sehen sein wird.

Kinder und Jugend- Kunst- Galerie "Sonnensegel"
Gotthardtkirchplatz 4, 14770 Brandenburg an der Havel

Schnurrpfeifenkarussell beim BBA

Bernd Hesse und Jörg Petzel stellten am 12. März in der Staatsbibliothek zu Berlin dem Berliner Bibliophilen Abend bei einem Gläschen Wein ihr Buch „Schnurrpfeifenkarussell. E.T.A. Hoffmann. Eine Biographie in Gedichten, illustriert von Stephan Klenner-Stephan Klenner-Otto“ (Edition Noack & Block, 2025) vor.
Dr. Fritz Jüttner, Dr. Dr. Bernd Hesse, Steffen Faust, Abel Doering, Jörg Petzel
Inspirierend und amüsant!

5. BRANDENBURGER BILDERBOGEN

Zum fünften Mal hat die Galerie „Sonnensegel“ befreundete Künstlerinnen und Künstler eingeladen, gemeinsam einen „BRANDENBURGER BILDERBOGEN“ zu gestalten.
Matthias Frohl, Postkarte zum 5. Brandenburger Bilderbogen
In diesem Jahr werden sechzehn mehrfarbige Originalgrafiken in Postkartenformat zum Thema „Voyage, Voyage“ entstehen, welche am Tage der Druckkunst 2025 zum fünften „BRANDENBURGER BILDERBOGEN“ vereint werden. Die grafische Endfertigung des Kunst-Plakates findet am „Tag der Druckkunst“ statt. Beteiligt sind diesmal die Künstler Thomas Blase, Sebastian Block, Thomas Bratzke, Matthias Frohl, Friederike Greiner, Torsten Illner, Nancy Jahns, Heike Isenmann, Susanne Janssen, Sven Märkisch, Steffi Möbius, Petra Schuppenhauer, Janine Wentorf, Gudrun von Maltzahn, Olaf WegewitzLana Yanovska.
Besucher sind willkommen und können den Bilderbogen auch druckfrisch erwerben. Im Zeitraum von 10.00 -12.00. Uhr kann die aktuelle Sonnensegel- Ausstellung „Roter Faden – Malerei und Grafik von Angela Hampel“ in der Galerie kostenfrei besichtigt werden.

15. März 2026, 10 - 12 Uhr

Galerie "Sonnensegel"
Gotthardtkirchplatz 4, 14770 Brandenburg an der Havel

Vernissage „Abschied von Freunden“

Heute wurde die Gedenkausstellung für den Künstler und Mitglied des Berliner Bibliophilen Abend miley (Michael Ley) „Abschied von Freunden“ eröffnet.
Peter Kurz (lks.), Irmtraud Jüttner (mitte), Udo Würtenberger (vorn)
Eröffnet wurde die Ausstellung, an der u.a. Mitglieder des BBA und der Pirckheimer-Gesellschaft teilnahmen, vom Galeriebetreiber und Pirckheimer Archi Galentz , der Verleger und Drucker Peter Kurz, der seit 40 Jahren mit miley viele gemeinsame Projekte verwirklichte, würdigte den Künstler und sein Schaffen in einer eindrucksvollen Rede.
lks.: Archi Galentz, Fotos © ad
Auf der Vernissage wurde auch Näheres zur Beisetzungsfeierlichkeit für Michael Ley bekannt gegeben.

Luttertaler Illustrierter Sonderdruck № 10

Ein kürzlich in meine dankenden Hände gelangtes kleines sechszehnseitige fadengeheftetes Heftchen mit einer kleinen Widmung ist es wert, hier als Bibliophiles außer der Reihe vorgestellt zu werden, der Luttertaler Illustrierter Sonderdruck № 10 mit dem Titel „Regeln für Umzüge. Aus gegebenem Anlass zusammengestellt von einem Schwieso“, erschienen 2003 in Bargfeld, Im Luttertal 113B in einer Auflage von 5 Exemplaren.
Das Heft (© Ulrich Goerdten) wurde, wie auf der letzten Seite vermerkt, „Geschrieben mit einem von Hans geschenkten Stift, auf Papier, das von Paul gerade mal nicht benötigt wurde, zur Stunde, da Susanne mit beiden an der frischen Luft war, an Pauls Eßplatz am großen Familientisch, mit Ideen, die vom Anblick eines behandschuhten Eiskratzers beflügelt wurden, über Themen von hoher Aktualität, weniger für uns, mehr für eine Nahestehende, von einem allzeit dankerfüllten, verehrungsvollen, hilfreiche Handreichungen ersinnenden Schwieso.
einen kleinen Einblick in die „Regeln für Umzüge“ erhält man durch Klick auf die Abbn.

Führungen in der Historischen Druckwerkstatt

Mitten in Kreuzberg beginnt 1928 die Geschichte unserer Druckwerkstatt. An den Handsatzarbeitsplätzen und einem bis heute funktionsfähigen »Original Heidelberger Tiegel« arbeiteten Otto Schneider und später sein Sohn Gerd für das lebendige Geschäftsleben des Kiezes.

Die Führung zeigt, wie bis in die 1980er-Jahre hinein Akzidenzdrucksachen entstanden – von Visitenkarten über Briefbögen bis zu Hochzeitsanzeigen und Preislisten. Und es bleibt nicht beim Zuschauen: Jede Besucherin und jeder Besucher setzt mit dem Winkelhaken den eigenen Namen aus Bleilettern zum Mitnehmen – ganz wie zu Zeiten Johannes Gutenbergs im 15. Jahrhundert.

Prof. i.R. Dr. Anne König, Buchdruckerin und Professorin für Betriebswirtschaftslehre für Druckindustrie und Verlage, gibt Einblicke in die Geschichte der Werkstatt und in die traditionelle Arbeitsweise des Handsatzes und Buchdrucks.

3. März 2026, 16 Uhr
26. März 2026, 16 Uhr
... weitere Termine folgen

FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum
Adalbertstraße 95A, 10999 Berlin-Kreuzberg