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Frohe Pfingsten ...

... wünscht der Berliner Bibliophilen Abend allen Lesern dieses Blogs mit diesem Gruß unseres Mitglieds Bernd Friedrich, gedruckt mit historische Bleilettern sowie Klischees im experimentellen Handdruck.

Atelierbesuch bei corn.elius

Platzbedingt konnte corn.elius nur 12 Berliner Bibliophile in seinem Atelier empfangen, um über die Geschichte seiner Werkstatt und seines Verlags, sowie seines Werdegangs als Künstler und die Technik des Siebdrucks zu berichten.
Den Siebdrucks perfektionierte corn.elius, ursprünglich Plakatmaler in Pforzheim, in seiner dortigen Werkstatt in einem Wasserturm, wo nach zwei Wasserschäden auch der einprägsame Name „wasser im turm“ entstand, später war sein Atelier im Berliner Bethanien, dem Ort der von ihm gemeinsam mit Hanneke van der Hoeven veranstalteten artbook.berlin beheimatet und hat nun wieder in einem ein Wasserturm in Kreuzberg seinen Sitz, zugleich ein Verlag, in dem er eigene und Künstlerbücher mit Anderen verlegt. einer Werkstatt mit Kindern und einer „Galerie“, genauer einem Schaukasten mit einer wöchentlich wechselnden Grafik.
Und corn.elius präsentierte den Teilnehmern seine Arbeit als Künstler und Drucker und, obwohl einigen diese Technik keineswegs fremd war, lernten die Teilnehmer des Abend doch Neues zur Entwicklung vor Allem hinsichtlich der Farben, die heutzutage zur Verfügung stehen, aber auch zur experimentellen Umsetzung dieser Drucktechnik.
corn.elios, Fotos © ad
Als besonderes Erinnerungsstück nahmen die Anwesenden einen Probedruck aus einem im Entstehen begriffenen Buch zu Berliner Sehenswürdigkeiten mit, eine in einer 12er Auflage andersfarbig als in der entgölzigen Variante gedruckte Silhouette des Pergamon-Museums, noch ohne geplante Einfärbung von Wasser und Himmel und natürlich signiert.  
(weitere Fotos auf der Veranstaltungsseite des Berliner Bibliophilen Abend).

zur Geschichte des Bilddrucks

Der Berlin-Brandenburger Pirckheimer-Regionalgruppe und dem Berliner Bibliophilen Abend präsentierte Bernd Friedrich am 23. April in der Staatsbibliothek zu Berlin einen "Kurzen Abriss zur Geschichte des Bilddrucks", ein Thema, das er vor 20 Jahren schon einmal vor dem BBA behandelte.
Als Künstler, Drucker und Kunsterzieher sammelte Bernd Friedrich zahlreiche Objekte des manuellen Bildrucks, mit denen er dessen Entwicklung seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte nicht nur anschaulich darstellen, sondern auch seine kunstgeschichtlichen Thesen begründen konnte, die einen bislang wenig beachtete Sichtweise auf die Geschichte des Bilddrucks ermöglichten, wie z.B. die Bedeutung von Farbigkeit in frühen Abbildungen, das Entstehen und der Wandel von Techniken der Illustration oder die Ablösung des Handwerkers als Illustrator durch den Künstler (siehe Abbildungen der Weltchronik).
Die Teilnehmer der Veranstaltung konnten darüber hinaus auch aus berufenem Munde Näheres zu Kupferstich, Radierung, Stahlstich und Co. erfahren und wie man Echtheit der Blätter erkennt, was für den ungeübten Laien sicher nicht einfach ist.

Glückwünsche an Bernd Friedrich zum 80.

Bernd Friedrich auf einer Veranstaltung des BBA im September 2025
Bernd Friedrich Schulz, Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, in dessen BFS-Edition Berlin, dem, wie er selbst sagt, kleinsten und unbekanntesten Verlag der Welt, seit Jahrzehnten eigene Künstlerbücher erscheinen, feiert heute seinen 80. Geburtstag. 
Der Sammler von gedruckten Stundenbüchern, Weltchroniken, Kräuterbücher und illustrierte botanische Werke vor 1900, Totentanz und Holzschnittbüchern des 15. - 17. Jahrhunderts, ist vor allem Berlinern durch seine Vorträge vor der Pirckheimer-Gesellschaft und dem Berliner Bibliophilen Abend, sowie durch Ausstellungen und Drucke bekannt; sein Künstlerbuch zum Gedenken an den Bombenanschlag in der Bücherstrasse Al-Mutanabbi-Street vom 7. März 2007 wurde weltweit in Ausstellungen gezeigt.

zur Geschichte des manuellen Bilddrucks

Der Pirckheimer Bernd Friedrich Schulz wird vor dem Berliner Bibliophilen Abend und der Pirckheimer-Gesellschaft in 24 Tagen einen Vortrag zum Thema „Ein kurzer Abriss der Geschichte des manuellen Bilddrucks, ausgehend von den ältesten Belegen der Menschheitsgeschichte über die Entwicklung der Buchillustration vom 15. Jhd. bis zur Gegenwart mit Beispielen aus der eigenen Sammlung“ halten.
Gäste sind an der Veranstaltung wie immer herzlich willkommen. 

23. April 2026, 19 Uhr, Treffpunkt 18:50 Uhr am Diensteingang

Staatsbibliothek zu Berlin
Konferenzraum 4
10117 Berlin, Unter den Linden 8