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Ballspenden

Buch des Monats Mai 2026 der AG Sammlung Deutscher Drucke der Deutschen Nationalbibliothek Leipzig ist eine „Ballspende“, ein im Rahmen der Sammlung Deutscher Drucke hat die Staatsbibliothek zu Berlin jüngst erworbenes handliches kleines Heft, das in jede Jackentasche passt: die Secessionistische Zeitung vom 17. April 1899, erschienen in Wien im Verlag des Wiener Journalisten- und Schriftsteller-Vereines „Concordia“.
„Ballspenden“ haben nichts mit Sport zu tun, sondern mit Festen und Tänzen! Bei einem Tanzball wurde die sogenannte Ballspende vom Veranstalter an die anwesenden Damen überreicht, eine Vorform des Werbegeschenks, allerdings in einer höchst kultivierten Form. Die Blütezeit der Ballspenden war in Wien – wo auch sonst?! – um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert.
Der Inhalt besteht aus satirischen Prosatexten und Gedichten, die auf aktuelle, vor allem literarische Ereignisse Bezug nehmen. Schließlich wurde dieser Ball vom Journalisten- und Schriftsteller-Verein veranstaltet. Der Verein wurde 1859 gegründet und veranstaltet seit 1863 und bis heute regelmäßig seinen Concordia-Ball.
Worauf es aber eigentlich bei einer Ballspende ankommt, das findet sich hier ganz hinten auf dem letzten Blatt: Die Tanzkarte.
Diese Tanzkarte ist Ursprung und Hauptsache der Ballspende: Es handelt sich um eine Liste der Tänze, die bei dem Ball gespielt werden. Daneben ist Platz gelassen zum Eintragen der Herren, die den jeweiligen Tanz gewährt bekommen haben.
Diese Tanzkarte schafft der Dame nun ein ganz praktisches Problem: Wohin mit der Karte, woher einen Stift nehmen?
Deshalb haben sehr viele Ballspenden gleich alles dabei: Neben der Karte noch einen kleinen Bleistift und einen Haken zum Anhängen am Kleid.

Im Kulturwerk der Staatsbibliothek zu Berlin kann man derzeit Ballspenden im Original bestaunen oder virtuell hier.

(Silke Trojahn)

Staatsbibliothek zu Berlin / Stabi Kulturwerk
Unter den Linden 8, 10117 Berlin

(Fast) frisch aus der Druckerpresse – Neuerscheinungen 1926

Die Veranstaltungsreihe „(Fast) frisch aus der Druckerpresse“ der der Staatsbibliothek zu Berlin widmet sich, bereits zum dritten Mal, Romanveröffentlichungen, deren Lektüre auch hundert Jahre nach ihrem ersten Erscheinen noch lohnt. Wie jedes Mal liest die Schauspielerin Maria Hartmann zum Vortrag Passagen aus dem Jubiläumswerk.
A modern printing press is demonstrated at the London School of Printing and Kindred Trades. Circa 1950
Britannica ImageQuest. Mirrorpix \ Universal Images Group
30. April 2026, 19 Uhr
Monika Raič: Bücher stehlen, Literatur neu erfinden: Roberto Arlt - „El juguete rabioso
Der jugendliche Held Silvio Astier, Sohn mittelloser Einwanderer, Schulabbrecher und Bücherdieb, träumt davon, ein neuer Edison, Napoleon, Baudelaire oder Rocambole zu werden. Doch seine Erfolgsfantasien scheitern an den widersprüchlichen gesellschaftlichen Strukturen im Buenos Aires des frühen 20. Jahrhunderts.
Roberto Arlt erzählt diesen Entwicklungsroman in einer Sprache, deren Wirkung er selbst als „Kinnhaken“ beschrieb. Sein Text begegnet dem literarischen Kanon nicht ehrfürchtig, sondern greift diebisch nach ihm und verschiebt Literatur in gesellschaftliche Räume jenseits der Bürgerlichkeit. Um den Gang der Literaturgeschichte zu verändern, betritt Arlt die literarische Bühne Argentiniens und setzt eine Umverteilung des gesellschaftlichen Werts der Literatur in Bewegung.


28. Mai 2026, 19 Uhr
Bettina Kaibach: Die Ukraine in Flammen: Isaak Babel „Die Reiterarmee
Die Skizzen aus dem polnisch-sowjetischen Krieg, den Babel als Kriegsberichterstatter miterlebte, machten den jüdischen, im ukrainischen Odessa geborenen und auf Russisch schreibenden Autor auch außerhalb der Sowjetunion schlagartig berühmt. Wie kein anderer vermochte Babel die Widersprüche der Revolution, in deren Namen er mit der Roten Kavallerie in den Krieg zog, ins Bild zu fassen: hier die utopische Verheißung einer besseren Welt, dort das ungeheure Leiden, mit dem die Zivilbevölkerung für das vermeintliche Glück bezahlte.
Für die hereinbrechende neue Welt eine neue Sprache zu finden, sah Babel als seine schriftstellerische Aufgabe an, eine Sprache, die geprägt ist durch Intensität des Erlebnisses, poetische Dichte und bedrängende Bildkraft.


25. Juni 2026, 19 Uhr
Michael Scheffel: „Einander Traumlos nah“: Arthur Schnitzler „Traumnovelle

7. Juli 2026, 19 Uhr
Amy MohrWilla Cather „My Mortal Enemy“ – eine Novelle des amerikanischen Modernismus

Dante Alighieri – eine Spurensuche

Innerhalb der Veranstaltungsreihe „Im Fokus: Auf Entdeckungsreise durch unsere Sammlungen“ der Staatsbibliothek zu Berlin geht es auf Spurensuche zu Dante Alighieri.
Der Florentiner zählt zu den meistgelesenen und -rezipierten Autoren des europäischen Mittelalters. Seine literarische Reise in die Jenseitsbereiche Hölle, Fegefeuer und Paradies in seiner Göttlichen Komödie katapultierte ihn in den Kanon der Weltliteratur. Dante war der erste Romanist, Vater der italienischen Literatur und stilbildend für die Lyrik. Er führte ein Laienpublikum an die Philosophie heran. Die Staatsbibliothek verfügt über geradezu himmlische Dante-Bestände, aus denen eine kleine Auswahl gezeigt wird.

20. Mai 2026, 16 Uhr

Staatsbibliothek zu Berlin
Raum Oxford
Unter den Linden 8, 10117 Berlin

zur Geschichte des Bilddrucks

Der Berlin-Brandenburger Pirckheimer-Regionalgruppe und dem Berliner Bibliophilen Abend präsentierte Bernd Friedrich am 23. April in der Staatsbibliothek zu Berlin einen "Kurzen Abriss zur Geschichte des Bilddrucks", ein Thema, das er vor 20 Jahren schon einmal vor dem BBA behandelte.
Als Künstler, Drucker und Kunsterzieher sammelte Bernd Friedrich zahlreiche Objekte des manuellen Bildrucks, mit denen er dessen Entwicklung seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte nicht nur anschaulich darstellen, sondern auch seine kunstgeschichtlichen Thesen begründen konnte, die einen bislang wenig beachtete Sichtweise auf die Geschichte des Bilddrucks ermöglichten, wie z.B. die Bedeutung von Farbigkeit in frühen Abbildungen, das Entstehen und der Wandel von Techniken der Illustration oder die Ablösung des Handwerkers als Illustrator durch den Künstler (siehe Abbildungen der Weltchronik).
Die Teilnehmer der Veranstaltung konnten darüber hinaus auch aus berufenem Munde Näheres zu Kupferstich, Radierung, Stahlstich und Co. erfahren und wie man Echtheit der Blätter erkennt, was für den ungeübten Laien sicher nicht einfach ist.

Elvira Tasbach - Max-Herrmann-Preisträgerin 2026

Elvira Tasbach, Foto: privat
Elvira Tasbach studierte Philosophie. Politische Theorie und Soziologie in Konstanz und Berlin. Vor fast vierzig Jahren erwuchs aus einer Neigung für das Sammeln alter Bücher der Entschluss zur Gründung eines Antiquariats. 
Antiquare sind für Bibliotheken seriöse. kenntnisreiche und letztlich unverzichtbare Partner. In Zeiten der Digitalisierung benötigt der doch oft stationäre Handel mit alten Drucken, Manuskripten, Noten und Karten ein nationales wie internationales Netzwerk von Antiquaren und Bibliophilen. Hierfür steht dar Verband Deutscher Antiquare (VDA), in dessen Vorstand sich Elvira Tasbach engagiert. 
Die Staatsbibliothek zu Berlin verdankt der mäzenatischen Gesinnung Elvira Tasbachs ein großzügiges Geschenk: den »Catalog der Bücher im Besitz seiner Exzellenz Herrn Freiherrn Alexander´s von Humboldt« mit mehr als 1.000 handschriftlichen Notizen Humboldts.
 
Festliche Preisverleihung: 11. Mai 2026, 18 Uhr
Laudatio: Thedel von Wallmoden, Gründer und Verleger des Wallstein Verlags, Vorsitzender der Historischen Kommission des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Musikalische Umrahmung von Studierenden am Julius-Stern-Institut Berlin

Staatsbibliothek zu Berlin
Wilhelm-von-Humboldt-Saal
Haus Unter den Linden 8

רחלס לידער / יידיש פון ז.ר | Raḥel's lider / yidish fun Z. R.

Reprint ansehen durch Klick auf die Abb.
Die Jahresgabe der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin ist der Reprint eines Bandes von Rachel Bluwstein (1890-1931) aus der Displaced Persons-Sammlung der Staatsbibliothek: רחלס לידער / יידיש פון ז.ר | Raḥel's lider / yidish fun Z. R. | Rachel's Songs (1932), die Dank einer Übersetzung in dem Buch auch wirklich gelesen werden können und nicht nur von denen, die des Hebräischen mächtig sind. 
Ziel dieses Nachdrucks ist es, die Schönheit von Rachels Gedichten zu präsentieren und sie einem breiteren Publikum in einer Übersetzung, Transliteration, und musikalisches Setting, das speziell für diesen Nachdruck geschaffen wurde. Es mag überraschen, dass wir als Vorlage einen Druck aus München aus dem Jahr 1947/48 gewählt haben. Es besticht durch sein schlichtes ästhetisches Design und seine handliche Größe.

Nachdruck Hrsg. Winnipeg 1932. Nerzhenne: Yaḥad, [5]708
Veröffentlicht 1947/48, DP-Camp München
Unterschrift: SBB-PK, Orientabteilung, 4 A 49497, der Staatsbibliothek zu Berlin

Das Ernst-und-Waltraut-Engelberg-Archiv

Ernst Engelberg, Waltraut Engelberg, © Privat

Achim Engelberg, Herausgeber und Co-Autor von Ernst Engelberg, dessen Nachlass gemeinsdam mit dem von Waltraut Engelberg ein bedeutendes Zeugnis von Flucht-, Vertreibungs- und Exilgeschichten ist, stellt in einer Veranstaltung der Staatsbibliothek zu Berlin das im Aufbau befindliche Archiv mit vielen bislang unerschlossenen Bereichen erstmals der Öffentlichkeit vor und spricht mit Jenny Erpenbeck und John Erpenbeck über den Umgang mit Exilgeschichten und Erfahrungen in der DDR.

Akademie Verlag, Berlin1986
Das Leben des Historikers Ernst Engelberg spannt sich über sechs deutsche Staatsformen und zwei Exile: Kaiserreich, Weimarer Republik, Nazidiktatur, Schweiz, Türkei sowie das besetzte, das doppelte und neu vereinte Deutschland. Seine Bismarck-Biografie blieb sein einzige Geschichtswerk, das zeitgleich in großen Verlagen in Ost und West erschien.


Jenny Erpenbeck, deren Werk in über 30 Sprachen übersetzt wurde, ist bisher die einzige deutschsprachige Autorin, die den International Booker Prize erhielt. Ihr Vater, John Erpenbeck, Physiker, Philosoph und Romancier, wurde im sowjetischen Exil geboren.

24. April 2026, 19 Uhr, um Anmeldung wird gebeten

Staatsbibliothek zu Berlin
Wilhelm-von-Humboldt-Saal der 
Haus Unter den Linden 8 · 10117 Berlin

Tag der Provenienzforschung 2026

Provenienz [pʁoveˈni̯ɛnt͡s], von lateinisch ‚provenire‘, zu Deutsch: ‚herkommen‘, bezeichnet die Herkunft einer Person oder Sache. Durch Merkmale an den Objekten wird versucht, die Vorbesitzer*innen zu bestimmen: Solche Provenienzmerkmale können z.B. Stempel, Etiketten, Exlibris oder auch handschriftliche Notizen sein. In öffentlichen Einrichtungen hat Provenienzforschung das vorrangige Ziel, Objekte aus Unrechtskontexten in den Beständen zu identifizieren, die Vorbesitzer zu ermitteln und die Objekte nach Möglichkeit an heute noch lebende erbberechtigte Personen oder Rechtsnachfolger zurückzugeben.
Am 8. April 2026 findet zum achten Mal der Internationale Tag der Provenienzforschung statt. Viele Kultureinrichtungen in Berlin arbeiten seit geraumer Zeit daran, die Herkunft ihrer Bestände zu erforschen bzw. ihre Sammlungen nach Objekten aus Unrechtskontexten zu durchsuchen. Der 2019 vom Arbeitskreis Provenienzforschung e.V. ins Leben gerufene Aktionstag rückt diese Arbeit in den Fokus der Öffentlichkeit.
Die Akademie der Künste, das Deutsche Historische Museum, das Ethnologische Museum, das Jüdische Museum Berlin, die Staatsbibliothek zu Berlin, die Stiftung Stadtmuseum Berlin, die Stiftung Topographie des Terrors, das Zentralarchiv der Staatlichen Museen zu Berlin und die Zentral- und Landesbibliothek Berlin präsentieren ein gemeinsames Programm.

Verschwundene Verlage

Die Staatsbibliothek zu Berlin bot interessierten Zuhörern, darunter auch Pirckheimer und Mitglieder des Berliner Bibliophilen Abend, gestern in einer restlos ausgebuchten Buchvorstellung ein Podiumsgespräch mit Christoph Links zu dessen Titel "Verschwundene Verlage. Ein unbekanntes Kapitel ostdeutscher Kulturgeschichte (1945 – 1990)“.
Dr. Christoph Links, Fotos © ad
Vorgestellt wurden durch Christoph Links, eingeleitet durch Achim Bonte, Generaldirektor der Staatsbibliothek, und moderiert von Jana Fröbel, Leitende Lektorin des Ch. Links Verlag, beispielhaft 10 der insgesamt 150 in der SBZ und der DDR bis 1972 verschwundenen privat geführten Verlage, darunter der Chery-Modeverlag, der Karl Baedeker Reisebuch-Verlag, die Büchergilde Gutenberg, der Petermänken-Verlag oder der Ossietzky Verlag, wobei der der Autor interessante, teils tragische, teils skurrile Anekdoten und Hintergrundinformationen zum besten gab. Objektiv und ohne dabei die Erfolge der Verlagsarbeit in der DDR klein zu reden, bot Christoph Links einen Einblick in die Kulturpolitik der SED, ihre ideologisch determinierten desaströsen wie positiven Aspekte, was sicher auch bestehenden Vorurteile ausräumt.
Der Klarinettist Jan Hermerschmidt begleitet den Abend mit Schlagermelodien des verschwundenen Musikverlages Kurt Grabau.

Christoph Links: Verschwundene Verlage
Ch. Links Verlag 2026
ISBN 978-3-96289-241-8
35,00 €

Revolution im Leseland

In einer Veranstaltung der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin stellt Michael Knoche sein Buch „Revolution im Leseland. Wissenschaftliche Bibliotheken der DDR nach der Wende“ vor.
© Portrait privat, Cover Wallstein Verlag
Nach dem Mauerfall 1989 standen auch die Bibliotheken der DDR vor einer radikalen Neuausrichtung. Gerade den Staats-, Landes- und Universitätsbibliotheken gelang jedoch —mit Unterstützung aus dem Westen — eine rasche und beispiellose Modernisierung. Die Lücken in den Sammlungen wurden geschlossen, die Gebäude saniert und mit zeitgemäßer Informationstechnologie ausgestattet. Diese Erneuerungsoffensive löste einen Schub aus, von dem das gesamtdeutsche Bibliothekssystem profitiert hat. Auch in personeller Hinsicht verlief die Umgestaltung bemerkenswert: Zwar wurde das Personal auf Leitungsebene streng evaluiert, aber anders als in vielen Bereichen der Hochschulen gab es keinen starken Elitenaustausch von West nach Ost. Die Personalstärke der Belegschaften blieb relativ konstant — auch wenn die Übernahme der Angestellten in das bundesdeutsche Tarifsystem konfliktträchtig war und viele Erwartungen enttäuschte. Immerhin blieb der Großteil der Arbeitsplätze erhalten. Während andernorts nur von Versäumnissen und Verlierern die Rede ist, belegt dieses Buch: Die wissenschaftlichen Bibliotheken nicht nur im Osten, sondern auch im Westen gehören zu den Gewinnern der Einheit.

16. März 2026, 18 Uhr

Staatsbibliothek zu Berlin
Wilhelm-von-Humboldt-Saal
Haus Unter den Linden 8 • 10117 Berlin

Schnurrpfeifenkarussell beim BBA

Bernd Hesse und Jörg Petzel stellten am 12. März in der Staatsbibliothek zu Berlin dem Berliner Bibliophilen Abend bei einem Gläschen Wein ihr Buch „Schnurrpfeifenkarussell. E.T.A. Hoffmann. Eine Biographie in Gedichten, illustriert von Stephan Klenner-Stephan Klenner-Otto“ (Edition Noack & Block, 2025) vor.
Dr. Fritz Jüttner, Dr. Dr. Bernd Hesse, Steffen Faust, Abel Doering, Jörg Petzel
Inspirierend und amüsant!

Inventing E.T.A. Hoffmann

v.l.n.r.: Steffen Faust, Jörg Petzel, Dr. Dr. Bernd Hesse, Prof. Dr. Bettina Wagner
Freunde und Mitglieder des Berliner Bibliophilen Abend und der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft wohnten Gestern der Vernissage im Stabi KulturwerkInventing E.T.A. Hoffmann (1776–2026)“ bei und konnten einen ersten Blick in die Ausstellung zu werfen.
Dr. Christina Schmitz, Prof. Dr. Bettina Wagner, Anna Rozenfeld, Jörg Holzmann, Dennis Schäfer
Unter den gezeigten Exponaten findet sich übrigens auch eine Widmungspublikation des Berliner Bibliophilen Abend.
Bernd Hesse und Jörg Petzel vor einer Abb. von Stephan Klenner-Otto (Foto bearb.)
Nach Begrüßung durch Dr. Christina Schmitz, Staatsbibliothek zu Berlin und einer Einführung durch die Vorsitzende der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft, Prof. Dr. Bettina Wagner von der Staatsbibliothek Bamberg rezitierte Anna RozenfeldKnacknisl un moyznkayser E.T.A. Hoffmann auf jiddisch“ (Nussknacker und Mäusekönig), musikalisch umrahmt von Jörg Holzmann auf einer 1823 gebauten Gitarre. Der Kurator der Ausstellung Dennis Schäfer, selbst ein ausgewiesener Bibliophile, sprach anschließen zu „Curating E.T.A. Hoffmann: Grillen eines Bibliophilen“.
Michael Bensman, Ralf Parkner, Fotos © ad

Jahresempfang der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin

Am 24. Februar 2026 beim Jahresempfang der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin bei einem erhellenden Vortrag von Ronen Steinke (Süddeutsche) über „Jüdisches in der deutschen Sprache“, ein Vortrag, den man übrigens gern veröffentlicht sehen würde, danach bei Gesprächen über DAS BUCH bei Häppchen und einem und einem zweiten und vielleicht dritten Glas Wein oder Orangensaft oder Bier ...
Ein schöner Abend!
oben: Klaus Bartel, Abel Doering, Detlef und Marina Fritsche, Ninon Suckow
Klaus Bartel und Wolfgang Kaiser | Bernd Illigner (Bildmitte)

Fälschungen des „ND“ in der DDR

In der Reihe „Im Fokus: Auf Entdeckungsreise durch unsere Sammlungen“ wird jeden Monat in der Staatsbibliothek zu Berlin ein ausgewähltes besonderes Objekt vorgestellt.
Neues Deutschland 1988-03-19 (Sonnabend) Nr-39. Fälschung
Die Tageszeitung „Neues Deutschland“ war von 1946 bis 1990 nicht nur die Parteizeitung der SED, sondern als Organ ihres Zentralkomitees auch offizielle Regierungszeitung der DDR. Weil es keine echte „Oppositionszeitung“ zum ND gab, wurden zu Propaganda- und Agitationszwecken Fälschungen dieser Zeitung in der DDR in Umlauf gebracht. Im Fokus stellt Christoph Albers diese Fälschungen vor und erläutert deren Hintergründe und politische Auswirkungen.

25. März 2026, 16 Uhr, Anmeldung erforderlich

Staatsbibliothek zu Berlin
Raum Oxford
Unter den Linden 8
10117 Berlin

Ein DDR-Comic, der zum bibliophilen Sammelobjekt wurde

Bibliophile der Pirckheimer-Gesellschaft und des Berliner Bibliophilen Abend schwelgten heute in Erinnerungen aus Kindheit und Jugend. Nach seinem bibliophilen Whiskey-Vortrag und einem Abend über Alexandre Dumas sprach Robert Grieger heute in der Staatsbibliothek zu Berlin zu seiner dritten Sammelleidenschaft, dem Mosaik von Hane4s Hegen mit den Digedags und Abrafaxen.
Ninon Suckow im Gespräch mit Robert Grieger 
Es zeigte sich wieder einmal, dass sich wahre bibliophile Sammlerleidenschaft, natürlich neben einer gewissen Besessenheit für das bedruckte Papier, vor allem durch das tiefe Verständnis für Hintergründe, die Einzigartigkeit und Besonderheiten des Sammelobjekts auszeichnet.

Schätze des Wissens – arabische Handschriften im Dialog

Unter dieser Überschrift starten das Arabische Kulturhaus „Der Divan“ und die Staatsbibliothek zu Berlin eine gemeinsame Veranstaltungsreihe, die sich diesem bedeutenden kulturellen Erbe aus der arabischen Welt widmet. In Vortrags- und Diskussionsrunden veranschaulichen renommierte Expertinnen und Experten verschiedener Fachrichtungen die Welt der arabischen Handschriften aus historischer, sozialgeschichtlicher, literaturgeschichtlicher sowie naturwissenschaftlicher Perspektive.
Schlussseite einer Handschrift von Kalila und Dimna (Wetzstein II 672) © Stabi Berlin
Den Auftakt macht Prof. Beatrice Gründler (FU Berlin), die ihren Vortrag den verschlungenen Wegen der Überlieferung der arabischen und weltweit in über 40 Sprachen übersetzten Fabelsammlung „Kalila und Dimna“ widmen wird. Sie stellt zudem spannende digital-gestützte Forschungsansätze dazu vor.
Zu sehen ist eine kleine Auswahl von Originalhandschriften.

gemeinsamer Iftar: 12. März 2026, 19:15 Uhr, um Anmeldung wird gebeten
Vortrag: 12. März 2026, 19:15 Uhr

Staatsbibliothek zu Berlin
Wilhelm-von-Humboldt-Saal
Unter den Linden 8, 10117 Berlin

Schlussseite einer arabischen Handschrift von Kalila und Dimna (Wetzstein II 672) © Stabi Berlin, Orientabteilung

Frisch gedruckt: Stabi Journal 2025

40 reich bebilderte Seiten geben einen Einblick in den Arbeitsalltag der Staatsbibliothek zu Berlin und berichten unter anderem über neue Serviceangebote, über digitale Neuerungen und über einen anstehenden, für November 2026 vorgesehenen Webrelaunch.
Von den Kurzmeldungen seien drei erwähnt: Die Stabi hat 2025 eine umfangreiche Sammlung zum Spanischen Bürgerkrieg mit zeitgenössischen Broschüren, Erlebnisberichten, Flugblättern und Periodika aus dem Umfeld der Internationalen Brigaden, sowie Tarnschriften, sowie Musikalien wie Schellack- und Vinylplatten übernommen. Innerhalb einer Restitution wurden 221 Bücher an die Erben des französischen Rechtsanwalts Henry Torrès zurückgegeben und die Universitätsbibliothek Lund gab eine nach 1945 als verschollen gegoltene französischsprachige Buchhandschrift aus dem späten 14. Jhdt. an die Stabi zurück.
Die Broschüre ist durch Klick auf die Abb. nachzulesen.

Die Mona Lisa der Staatsbibbliothek zu Berlin

Die Staatsbibliothek zu Berlin stellt jeden Monat ein ausgewähltes besonderes Objekt aus seinen Sammlungen vor – von aktueller Buchkunst bis zu gefälschten Zeitungen. In kleiner Runde kann man die Stücke aus nächster Nähe betrachten und mit Experten ins Gespräch kommen.
Kreuzzugsbulle Rom 29.VI.1456. 8° Inc 1512.20, Bl. 1a
Eines der berühmtesten Bücher der Staatsbibliothek ist die Gutenberg-Bibel von 1454/55, intern auch „Unsere Mona Lisa“ genannt. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass die Staatsbibliothek weitere Ausgaben aus den ersten Jahren des Buchdrucks besitzen, die in Mainz von Gutenberg oder seinen Werkstattnachfolgern hergestellt wurden. Einige dieser Erstlinge der „schwarzen Kunst“ zeigt Falk Eisermann zum Teil erstmals öffentlich im Original gezeigt (aber leider nicht die Mona Lisa selbst).

18. Februar 2026, 16 Uhr, Anmeldung erforderlich

Staatsbibliothek zu Berlin
Raum Oxford
Unter den Linden 8, 10117 Berlin