Dante Alighieri – eine Spurensuche

Innerhalb der Veranstaltungsreihe „Im Fokus: Auf Entdeckungsreise durch unsere Sammlungen“ der Staatsbibliothek zu Berlin geht es auf Spurensuche zu Dante Alighieri.
Der Florentiner zählt zu den meistgelesenen und -rezipierten Autoren des europäischen Mittelalters. Seine literarische Reise in die Jenseitsbereiche Hölle, Fegefeuer und Paradies in seiner Göttlichen Komödie katapultierte ihn in den Kanon der Weltliteratur. Dante war der erste Romanist, Vater der italienischen Literatur und stilbildend für die Lyrik. Er führte ein Laienpublikum an die Philosophie heran. Die Staatsbibliothek verfügt über geradezu himmlische Dante-Bestände, aus denen eine kleine Auswahl gezeigt wird.

20. Mai 2026, 16 Uhr

Staatsbibliothek zu Berlin
Raum Oxford
Unter den Linden 8, 10117 Berlin

4. BuchKunstPotsdam 2026

Foto © SLB/Sin
Rund um den Welttag des Buches am 23. April fanden in der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam verschiedene Veranstaltungen zum Kulturgut Buch statt.
Vom 1. bis 26. April konnten Besucher eine Vitrinen-Ausstellung „Künstlerbücher aus dem Bestand der SLB“ besichtigen, die u.a. Exponate der Bücherkinder Brandenburg, von Marc Berger, Herzattacke oder Matthias Gubig enthielt.
Am 24. April lasen die Bücherkinder Brandenburg aus ihren Buchprojekten und es stellte sich Herzattacke vor.
Und am 25. April fand dann  in den Räumen des Bibliothek die von Constanze Kreiser, Tina Flau organisierte 4. Künstlerbuchmesse BuchKunstPotsdam statt, an der die Künstler Christiane Wartenberg, Rudolf Sittner, Constanze Kreiser, Tina Flau, Steffen Thiemann, Jana Wilsky, Jeannette Goldmann, Mike Bruchner, Rainer Ehrt, Karla Sachse, Siegfried Gwosdz, Matthias Gubig, sowie Herzattacke und die Edition Sand mit Sven Märkisch vertreten waren.
Album (Fotos © Abel Doering) aufrufen durch Klick auf die Abb.

zur Geschichte des Bilddrucks

Der Berlin-Brandenburger Pirckheimer-Regionalgruppe und dem Berliner Bibliophilen Abend präsentierte Bernd Friedrich am 23. April in der Staatsbibliothek zu Berlin einen "Kurzen Abriss zur Geschichte des Bilddrucks", ein Thema, das er vor 20 Jahren schon einmal vor dem BBA behandelte.
Als Künstler, Drucker und Kunsterzieher sammelte Bernd Friedrich zahlreiche Objekte des manuellen Bildrucks, mit denen er dessen Entwicklung seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte nicht nur anschaulich darstellen, sondern auch seine kunstgeschichtlichen Thesen begründen konnte, die einen bislang wenig beachtete Sichtweise auf die Geschichte des Bilddrucks ermöglichten, wie z.B. die Bedeutung von Farbigkeit in frühen Abbildungen, das Entstehen und der Wandel von Techniken der Illustration oder die Ablösung des Handwerkers als Illustrator durch den Künstler (siehe Abbildungen der Weltchronik).
Die Teilnehmer der Veranstaltung konnten darüber hinaus auch aus berufenem Munde Näheres zu Kupferstich, Radierung, Stahlstich und Co. erfahren und wie man Echtheit der Blätter erkennt, was für den ungeübten Laien sicher nicht einfach ist.

Berliner Bibliophilen Abend auf der Rare Books Berlin

Die Antiquariatsmesse Rare Books Berlin bietet im September 2026 ein außergewöhnliches Erlebnis für Sammlerinnen und Sammler, Antiquariatsbuchhändler, Galerien und Bibliophile aus aller Welt. Der Berliner Bibliophilen Abend wird auf der Rare Books Berlin mit einem Informationsstand vertreten sein.

Mitglieder des Berliner Bibliophilen Abend haben freien Eintritt.

18. - 20. September 2026
Kronprinzenpalais Unter den Linden 

Save the date: Bibliophilentreffen 2028 in Wien

Vor 98 Jahren, im Frühherbst des Jahres 1928, hat in Wien ein großes, glanzvolles Bibliophilentreffen stattgefunden, zu dem Teilnehmende aus dem gesamten deutschsprachigen Raum herbeigeströmt waren.
Den Teilnehmern am Bibliophilen-Tag Wien 29. September bis 2. Oktober 1928 gewidmet in 300 Exemplaren von der Gesellschaft für verfvielfältigende Kunst in Wien. Festblatt aus „Die Graphischen Künste“, Jahrgang 1928.
Inliegend Original-Holzschnitt „MDXXVIII zu Albrecht Dürers Gedächtnis“ von Switbert Lobisse
r
Der Berliner Bibliophilen Abend wurde heute von der Wiener Bibliophilen-Gesellschaft an das bevorstehende Jubiläum dieses bedeutenden Treffens mit einer Einladung zu einer Wiederholung erinnert: 

Die Wiener Bibliophilen-Gesellschaft möchte die hundertste Wiederkehr dieses Ereignisses zum Anlass nehmen, die Vereinigungen der Buchliebhaber in Deutschland, der Schweiz und Österreich erneut nach Wien einzuladen, um zwischen dem 28. September und 1. Oktober 2028 ein Fest des Buches zu feiern, mit Vorträgen und Gedankenaustausch, aber auch mit dem Besuch bedeutender Bibliotheken und Sammlungen, hauptsächlich solchen, die dem privaten Wien-Besucher nicht ohne Weiteres zugänglich sind.

Die Wiener Bibliophilen arbeiten bereits an den Details eines Besuchsprogramms, das allen Teilnehmenden und ihren unterschiedlichen Interessen entgegenkommen soll und so breit aufgefächert sein wird, dass die Führungen jeweils in überschaubaren Gruppen erfolgen können. Ein halbtägiges Symposium wird mit Kurzvorträgen Gelegenheit geben, spannende Themen aus der Welt des Büchersammelns anzusprechen. Zum Abschluss des Symposiums könnten in einer Podiumsdiskussion Vertreter der verschiedenen Bibliophilengesellschaften aktuelle Probleme sowie die Zukunftsperspektiven der Bibliophilie diskutieren.

Von der Zusammenkunft im Herbst 2028 werden vielfältige Impulse erhofft, auch öffentliche Resonanz, in jedem Fall aber ein engeres Zusammenrücken der deutschsprachigen Bibliophilenvereinigungen und damit eine Stärkung des Bandes, das uns eint - die Leidenschaft für Bücher.“

Prof. Dr. Ernst Fischer,
Vorsitzender Wiener Bibliophilen-Gesellschaft

Franz von Gaudy aus / in Frankfurt an der Oder


Am 19. April 2026 fand im Frankfurter Museum Viadrina die Finissage der Ausstellung „Franz von Gaudy aus / in Frankfurt an der Oder“ statt.

Nach einem Grußwort intonierte die Singakademie Frankfurt Gaudys „Warnung (Die Biene, der Käfer, der Schmetterling)“ von Gustav Schreck (1849-1918).
Doris Fouquet-Plümacher (Bild lks.) gab eine „Kurze Rückblick-Führung durch die Ausstellung“ und Diether Jäger trug Gaudys „Das Märchen vom Schlaraffenlande“ vor.

Bilder: Dr. Dr. Bernd Hesse

Frischer Wind auf das Gedruckte

Parallel zur Rare Book Berlin im Kronprinzenpalais findet in der Alten Münze Berlin, nur 10 Minuten zu Fuß entfernt, auf einer Fläche von 1.000 m² mit 50 bis 70 Ausstellern die Vintage Paper Berlin statt. Die Organisation dieser Antiquariatsmesse liegt in den Händen von Michael Schrottmeyer (oldthing)

Die Vintage Paper Berlin präsentiert das Antiquariat in seiner Vielfalt - von Buch und Grafik bis zu Kunst, Fotografie und Werbung auf Papier. Klassisch im Inhalt, lebendig & jung in der Präsentation.

Joachim Weidner in der Frankfurter Spectrum-Galerie

Stefan Kunigam (lks.) und Joachim Weidner
Der Galerist Stefan Kunigam eröffnete am Sonnabend die 90. Ausstellung in seiner Spectrum-Galerie in Frankfurt/Oder, die das Lebenswerk des Künstlers Joachim Weidner vorstellte. Die Laudatio hielt Silvia Scheffler.

Joachim Weidner (* 1938 ) ist vor allem bekannt geworden durch seine einzigartigen Holzrelief-Bilder. Sein Ringelnatz-Bild, welches auf dessen Frankfurt-Gedicht Bezug nimmt, ist sonst im Frankfurter Kabarett-Keller zu sehen.

(Ralf Parkner, Text und Fotos)
Spectrum Galerie
Baumschulenweg 48, 15236 Frankfurt (Oder)

angefiedert


Ausstellung Pètrus Akkordéon

Vernissage: 22. Mai 2026, 18 Uhr,
es lesen Denise Sheila Puri & Petrus Akkordeon
Ausstellung: 22. Mai - 21. Juni 2026

Galerie R31
Reuterstr. 31
12047 Berlin-Neukölln

Im magischen Bildergarten des OLAF HAJEK

Überall grünt und sprießt es, die Menschen werkeln in ihren Gärten und auf „Balkonien“. Auch die Brandenburger Galerie „Sonnensegel“ stellt sich auf den Frühling ein und lädt in einen „magischen Bildergarten“ ein.
Die aktuelle Ausstellung zeigt Arbeiten von Olaf Hajek, einem virtuosen Illustrator und Geschichtenerzähler. Auf kleinformatigen Acrylmalereien zündet der Künstler in handwerklicher Perfektion ein Feuerwerk von optischen Eindrücken und Bildeinfällen. Selten wurden Blumen, Obst und selbst Gemüse so phantasievoll in barocker Üppigkeit inszeniert. In Kombination mit einer heiteren Figurenstaffage wirken die floralen Illustrationen wie der Blick in eine Theaterkulisse aus vergangenen Zeiten. Die Arbeiten entstanden für den Prestel-Verlag und wurden in drei erfolgreichen Kunst- Bilderbüchern veröffentlicht.
Olaf Hajek, Blumenkohl-Mischtechnik Acryl
The New York Times, The Guardian, Forbes, Rolling Stone, Süddeutsche Magazin und der Stern sind weitere Auftraggeber, die regelmäßig und gern auf den Bildkosmos von Olaf Hajek zurückgreifen. Die Illustrationen und freien Arbeiten des Künstlers waren u. a. schon in Einzelausstellungen Hamburg, München, Berlin, Atlanta und Kapstadt zu sehen. Nun haben auch die Brandenburger und ihre Gäste die Gelegenheit, durch diesen ganz besonderen Bildergarten zu spazieren.

Ausstellungseröffnung: 25. April 2026, 16 Uhr
Ausstellung: 25. April - 19. Juni 2026

Galerie „Sonnensegel“
Gotthardtkirchplatz 4-5, 14770 Brandenburg an der Havel

Stammtisch der Berliner Minibuchfreunde

Achtung: Der öffentliche Stammtisch des Freundeskreises Miniaturbuch Berlin, zu dem jeweils von 17 bis 19 Uhr Mitglieder sowie alle anderen Miniaturbuchinteressierte herzlich willkommen sind, findet für gewöhnlich am zweiten Donnerstag im Monat statt, im Mai aber ausnahmsweise einmal am ersten Donnerstag!
7. Mai 2026
Kunst- und Kultu​rcafè Marzahn
(MuseumsGut Marzahn)
Alt Marzahn 23, 12685 Berlin

Elvira Tasbach - Max-Herrmann-Preisträgerin 2026

Elvira Tasbach, Foto: privat
Elvira Tasbach studierte Philosophie. Politische Theorie und Soziologie in Konstanz und Berlin. Vor fast vierzig Jahren erwuchs aus einer Neigung für das Sammeln alter Bücher der Entschluss zur Gründung eines Antiquariats. 
Antiquare sind für Bibliotheken seriöse. kenntnisreiche und letztlich unverzichtbare Partner. In Zeiten der Digitalisierung benötigt der doch oft stationäre Handel mit alten Drucken, Manuskripten, Noten und Karten ein nationales wie internationales Netzwerk von Antiquaren und Bibliophilen. Hierfür steht dar Verband Deutscher Antiquare (VDA), in dessen Vorstand sich Elvira Tasbach engagiert. 
Die Staatsbibliothek zu Berlin verdankt der mäzenatischen Gesinnung Elvira Tasbachs ein großzügiges Geschenk: den »Catalog der Bücher im Besitz seiner Exzellenz Herrn Freiherrn Alexander´s von Humboldt« mit mehr als 1.000 handschriftlichen Notizen Humboldts.
 
Festliche Preisverleihung: 11. Mai 2026, 18 Uhr
Laudatio: Thedel von Wallmoden, Gründer und Verleger des Wallstein Verlags, Vorsitzender der Historischen Kommission des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Musikalische Umrahmung von Studierenden am Julius-Stern-Institut Berlin

Staatsbibliothek zu Berlin
Wilhelm-von-Humboldt-Saal
Haus Unter den Linden 8

Aufregung am Straßenrand

Wer sich schon immer mal am Straßenrand aufregen wollte, hat am kommenden Samstag, den 18. April 2026, Gelegenheit dazu! An diesem Tag wird meine dreidimensionale Arbeit „La vie devant soi“ in einem öffentlich zugänglichen Bildkasten in Berlin-Kreuzberg im Rahmen der Ausstellungsreihe „Aufregung am Straßenrand“ aufgehängt.

Der Bildwechsel findet um 15 Uhr in der Fidicinstrasse 37, 10965 Berlin-Kreuzberg statt. Die Ausstellungsreihe wird von corn.elius kuratiert.
Ich freue mich auf regen Besuch, für einen Umtrunk („petit goûter“) während des Bildwechsels ist gesorgt!

(Nathalie Giraud)

ein Fest für Bibliophile

Fotostrecke aufrufen durch Klick auf die Abb.
Ein Wochenende voller Begegnungen mit Freunden des Bibliophilen ist in Hamburg zu Ende gegangen, die BuchDruckKunst 2026, erstmals organisiert von Matthias Taube und Annette Kölbel.
Bereits einen Tag vor der Eröffnung der 21. Messe für Druckgrafik, Künstlerbücher und Druckhandwerk war das Museum für Arbeit mit geladenen Gästen gut besucht, das wurde am Wochenende noch getoppt.
Peter Engel und Rudolf Angeli
Neben den Künstlerinnen und Künstlern, die man aus den vergangenen Messen kennt und den neu dazugekommene Ausstellern wird man auf den Fotos Buchschaffende treffen, die seit über einem Jahrzehnt nicht mehr dabei sein konnten. Naturgemäß war die Pirckheimer-Gesellschaft mit einem eigenen Stand, betreut von Rudolf Angeli und Peter Engel auf der BuchDruckKunst präsent, aber auch mit Ständen der Mitglieder wie corn.elius, Ralf Plenz, John Gerard, Rainer Ehrt, Fred Lautsch, dem Verein für die Schwarze Kunst, Rainer Stec, Hanif Lehmann, Henry Günther, Klaus Raasch, Claus Lorenzen, Tina Flau, Hans-Hilmar Koch und Armin Schubert und Franziska Neubert.
Armin Schubert und Abel Doering
3 Kommentar(e):
12. April 2026: Gabriele hat gesagt…
Danke für die tollen Bilder, auch wenn es nur ein kleiner Trost ist, nicht selbst vor Ort sein und all' die wunderbaren Dinge in Augenschein nehmen zu können !
13. April 2026: Klaus D. Schult hat gesagt...
Danke für den Bericht und die umfangreiche Fotostrecke, die einen sehr guten Eindruck von der Hamburger Veranstaltung vermittelt.
14. April 2026: Astrid Froese hat gesagt…
Es war wirklich wieder ein Fest - für die Sinne und für Herz und Seele!

Glückwünsche an Bernd Friedrich zum 80.

Bernd Friedrich auf einer Veranstaltung des BBA im September 2025
Bernd Friedrich Schulz, Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, in dessen BFS-Edition Berlin, dem, wie er selbst sagt, kleinsten und unbekanntesten Verlag der Welt, seit Jahrzehnten eigene Künstlerbücher erscheinen, feiert heute seinen 80. Geburtstag. 
Der Sammler von gedruckten Stundenbüchern, Weltchroniken, Kräuterbücher und illustrierte botanische Werke vor 1900, Totentanz und Holzschnittbüchern des 15. - 17. Jahrhunderts, ist vor allem Berlinern durch seine Vorträge vor der Pirckheimer-Gesellschaft und dem Berliner Bibliophilen Abend, sowie durch Ausstellungen und Drucke bekannt; sein Künstlerbuch zum Gedenken an den Bombenanschlag in der Bücherstrasse Al-Mutanabbi-Street vom 7. März 2007 wurde weltweit in Ausstellungen gezeigt.

רחלס לידער / יידיש פון ז.ר | Raḥel's lider / yidish fun Z. R.

Reprint ansehen durch Klick auf die Abb.
Die Jahresgabe der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin ist der Reprint eines Bandes von Rachel Bluwstein (1890-1931) aus der Displaced Persons-Sammlung der Staatsbibliothek: רחלס לידער / יידיש פון ז.ר | Raḥel's lider / yidish fun Z. R. | Rachel's Songs (1932), die Dank einer Übersetzung in dem Buch auch wirklich gelesen werden können und nicht nur von denen, die des Hebräischen mächtig sind. 
Ziel dieses Nachdrucks ist es, die Schönheit von Rachels Gedichten zu präsentieren und sie einem breiteren Publikum in einer Übersetzung, Transliteration, und musikalisches Setting, das speziell für diesen Nachdruck geschaffen wurde. Es mag überraschen, dass wir als Vorlage einen Druck aus München aus dem Jahr 1947/48 gewählt haben. Es besticht durch sein schlichtes ästhetisches Design und seine handliche Größe.

Nachdruck Hrsg. Winnipeg 1932. Nerzhenne: Yaḥad, [5]708
Veröffentlicht 1947/48, DP-Camp München
Unterschrift: SBB-PK, Orientabteilung, 4 A 49497, der Staatsbibliothek zu Berlin

zu Besuch bei Ria Tiemeyer

Ria Tiemeyer (è Atelier Tiemeyer), Mitglied des Berliner Bibliophilen Abend und Meister der Einbandkunst, öffnet im Rahmen der 12. Europäischen Tage des Kunsthandwerks und aus Anlass ihres 40. Firmenjubiläums am 10. und 11, April von 11 bis 19 Uhr ihre Türen.
rechts: Ria Tiemeyer

Roland Berger (1942 - 2026)

Roland Berger (14.11.1942 - 4.4.2026), Foto 2019 © ad
Am 4. April 2026 ist Prof. Dr. Roland Berger nach langer Krankheit gestorben.

Bücherfreunden ist Prof. Dr. Roland Berger nicht nur als zeitweiliges Vorstandmitglied der Pirckheimer-Gesellschaft bekannt, wir kennen ihn durch seine Vorträge zur Bildenden Kunst und aus Ausstellungen eigener Werke, durch seinen originellen Neujahrsgrüße, die u.a. in der Edition Schwarzdruck erschienen, und andere Grafiken, wie z.B. zu Jahrestreffen oder den Marginalien.

Die junge Welt veröffentlichte am 9. April einen Nachruf auf Roland Berger von Peter Michel:
Roland Berger gehörte in der DDR zu den aktivsten Mitgestaltern der Grafikedition der jungen Welt. Geboren 1942 in Weinböhla bei Dresden, erwarb er 1972 sein Diplom als Maler und Grafiker an der Kunsthochschule Berlin, wurde 1983 zum Dozenten mit künstlerischer Lehrtätigkeit an der Humboldt-Universität berufen und bestimmte seitdem das hohe Niveau grafischer Techniken im Osten Deutschlands mit: in der freien Zeichnung, der Lithographie, dem Holz- und Linolschnitt, dem Farblinoldruck, der Frottage, der Farbaquatinta und anderem. Auch plastische Gestaltungen gehörten zu seinen Arbeitsmethoden. Bergers Werke wurden in Berlin, Rotterdam, Mainz, Am-heim, Warschau, Moskau, Banska Bystrica und vielen weiteren Orten gezeigt. Bekannt wurde er mit Arbeiten zu den Werken von Anna Seghers und Franz Fühmann und mit seinen Beiträgen zur Kunst des Exlibris. Seine letzte große Einzelausstellung fand erst vor zwei Jahren im Schloss Oranienburg statt. Am 4. April 2026 verstarb Berger im Alter von 83 Jahren in Hohen Neuendorf. Vielleicht erinnert sich. mancher Leser, der die junge Welt aus den DDR-Jahren kennt, an seine frischen Editionsgrafiken.

1 Kommentar:
15. April 2026: Peter Arlt hat gesagt…
In den vielen Jahrzehnten unserer Bekanntschaft als Kollegen von Einrichtungen, die Kunsterzieher ausbildeten, die wir in unserem Leben der DDR viel zu danken haben, als verlässliche Neujahrsgruß-Verfasser waren wir befreundete Pirckheimer, die auch beim Meißener-Staucha-Treffen zur Freude vieler gemeinsam Grafiken versteigerten. Seine künstlerischen Arbeiten schätze ich, besonders seinen am Stuhl gefesselten "Ikarus" von 1980!
__________________________________

zur Geschichte des manuellen Bilddrucks

Der Pirckheimer Bernd Friedrich Schulz wird vor dem Berliner Bibliophilen Abend und der Pirckheimer-Gesellschaft in 24 Tagen einen Vortrag zum Thema „Ein kurzer Abriss der Geschichte des manuellen Bilddrucks, ausgehend von den ältesten Belegen der Menschheitsgeschichte über die Entwicklung der Buchillustration vom 15. Jhd. bis zur Gegenwart mit Beispielen aus der eigenen Sammlung“ halten.
Gäste sind an der Veranstaltung wie immer herzlich willkommen. 

23. April 2026, 19 Uhr, Treffpunkt 18:50 Uhr am Diensteingang

Staatsbibliothek zu Berlin
Konferenzraum 4
10117 Berlin, Unter den Linden 8

Frohe Ostern!

Mit diesem Frühlingsgruß von Pètrus Akkordéon, zu sehen in der Märzausstellung der Vitrinengalerie B4, der vermutlich kleinsten Galerie der Welt am S-Bhf. Lichterfelde Ost in Berlin, wünsche ich allen Freunden des Bibliophilen eine erfolgreiche Eiersuche und ein Frohes Osterfest!